Wussten Sie eigentlich …
dass vor 472 Jahren am 2.10.1554 in Kleinostheim eine Musterung der wehrfähigen Männer stattgefunden hat. Im Jahr 1547 tobte hier der Schmalkaldische Krieg und im Jahr 1552 der Markgräfler Krieg. Da das Erzbistum Mainz nicht über genügend eigene Truppen verfügte, war es der Soldateska wehrlos ausgeliefert. Vielleicht wollte man deshalb eine Truppe aus der Bevölkerung aufstellen. In Kleinostheim ermittelte man 16 Mann mit Gewehr, 5 Mann mit Langspieß, 12 Mann mit Hellebarde und 9 Mann mit einem Schweinsspieß. Von dieser Streitmacht mussten im Verteidigungsfall 14 Mann zu den Fahnen eilen. Ob das jemals der Fall war, ist nicht bekannt. Dass die überwiegende Zahl der Wehrfähigen ein Gewehr besaß, zeugt von einem gewissen Wohlstand, denn ein Gewehr war teuer und musste importiert werden.
Bild der Woche
![Das Bild zeigt die Auflistung der Gewehrbesitzer in Kleinostheim. Da die damaligen Namen vielleicht von Interesse sind, folgt hier die Transkription: Ossennheim [Ossenheim] - Puchssen [Büchsen] - Caspar Griem [Grimm] - Hanns Schwartz - Peter Glaw [Glaab] - Hanns Faust - Valentin Schwartz - Hanns Rath - Claus Glawhe [Glaab] - Connradt Haidelberger [Heidelberger] - Hanns Brommer - Hanns Keiser [Kaiser] - Claus Heidelberger - Hanns Wannck [Wanck] - Niclaus Aude [Audt] - Connradt Schwartz - Hanns Schmidt - Peter Aude [Audt]](https://geschichtsverein-kleinostheim.de/wp-content/uploads/2026/10/825286503_1077837411763607_5257743719519992554_n.jpg)
Monatliches Mitgliedertreffen

Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, den 7. Oktober um 19.30 Uhr im Schützenhaus statt.
Unser Vorsitzender Dr. Robert Fecher wird den zweiten Teil seines Vortrags über „Archäologie und Geheimnisse im Umfeld von Kleinostheim“ halten. Darin wird es u.a. um die Wahrheit hinter der Sage zur Menzemühle im Steinbachtal gehen. Gäste sind herzlich willkommen.



