Als die Kleinostheimer Juden ihre Familiennamen erhielten

Wussten Sie eigentlich,

dass vor 215 Jahren am 26.9.1811 eine höchste Verordnung an alle „Unterthanen jüdischer Religion im Großherzogtum Frankfurt“ erging. Also auch in Kleinostheim, wo um diese Zeit 7 jüdische Familien wohnten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Juden keinen Familiennamen. Art.1 der Verordnung schreibt vor: „Jeder in unserem Großherzogtum wohnende Jude muß einen bestimmten, auf die Kinder übergehenden deutschen Familiennamen annehmen.“ Art.2 lautete: „Die Namen Abraham, Moses, Elias u.s.w. können künftig nur als Vornamen gebraucht werden.“

Die Nachnamen, die sich die Juden in Kleinostheim daraufhin wählten, lauteten: Frank, Jacobsohn, Isenburger, Mayer, Rosenberg(er), Schwarzschild und Sinsheimer.

Bild der Woche

Das Foto zeigt die Schmiede Leibacher in der heutigen Hanauer Straße etwa um 1911/12. Am Fenster sieht man Gregor Leibacher mit Frau, im Fenster daneben seine Tante. Vor dem Haus stehen Georg und Emil Leibacher.
Das Foto zeigt die Schmiede Leibacher in der heutigen Hanauer Straße etwa um 1911/12. Am Fenster sieht man Gregor Leibacher mit Frau, im Fenster daneben seine Tante. Vor dem Haus stehen Georg und Emil Leibacher.

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