Kurze Geschichte Kleinostheims

 

Die Siedlung Ozenheim wurde vermutlich im 6.Jahrhundert gegründet. Erstmals urkundlich nachgewiesen ist der Ort seit 975, als in einer Schenkung Abgaben aus dem Ort an das Kollegiatstift St. Peter und Alexander in Aschaffenburg abgetreten wurden. Die daraus resultierende Bindung an das Aschaffenburger Stift und damit an das Erzbistum Mainz hatte über 800 Jahre Bestand.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde das Erzbistum Mainz als Staa taufgelöst und damit endete auch die Zugehörigkeit Kleinostheims zum Kurfürstentum. Nach kurzer Eingliederung in das Fürstentum Aschaffenburg und später in das Großherzogtum Frankfurt wurde 1814 der bayerische König Oberhaupt der Kleinostheimer.

Über viele Jahrhunderte war Kleinostheim ein Bauerndorf, das bis etwa 1850 auf das Gebiet innerhalb des Haags (u.a. die heutige Haaggasse) beschränkt blieb. Dies änderte sich mit dem Bau der Eisenbahn und des Bahnhofs, der 1854 eröffnet wurde. Das Dorf dehnte sich aus und zahlreiche Einwohner fanden bei der Eisenbahn Arbeit.

Bis zum Ende des 2.Weltkriegs war Kleinostheim nahezu ausschließlich katholisch geprägt. Dies änderte sich in denJahrzehnten nach dem Krieg. Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und die Ansiedlung von Industrie veränderte die Gemeinde ihr Gesicht. Die Einwohnerzahl stieg von rund 3.000 im Jahre 1946 auf heute über 8.000.